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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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>^s ist cin wunderbarer Anblick, daß der Geschmack,diese schone Gabe des Himmels, die ec dem mensch-lichen Geiste nur in den Zeiten seiner schönsten Blü-thc bestimmt zu haben scheinet, nicht nur noch einenschmalen Strich des Erdbodens berühret, sondern auchauf diesem schmalen Striche nur durch kurze Perio-den gewirkt habe. Kaum ließ er sich irgendwo aufeiner glücklichen Starte nieder: so sammlete er sichauch bald Brennreiser zu seinem eigenen Grabmale,bis spät aus seiner Asche anderswo ein anderer Phö-nix entstand, und wieder das Schicksal hatte, wiesein Vater.

Woher nun diese Wellen auf dem großen Mee-re des Zeitraums? Aus Ursachen von innen odervon aussen? Wer lehret uns das große Natur-gesetz der Veränderungen des Geschmacksaus der Geschickte ? Wüßte man's, so erschiene zu-gleich, ob sich den Ursachen seines unglücklichen Ver-falls nicht zuvorkommen; ob sich der gute Geschmack,wenn er flieen will, nicht fcsthalten ließe? Oder,wenn sich aus Kennzeichen seine Ankunft nahet:wie kann man sie befördern? wie selbst die Samen-körner seiner Zerstörung anwendcn, daß er sich neubelebe? Oder wenn man dies alles nicht kann, wo-zu wirkt selbst dieser Verfall? Zu keinem

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