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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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289
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Und Homiliett. 289

Hände thut, Probe seiner Gnade, Kraft und Ge-genwart, als die außerordentlichste Befreiung? Wirsahen bei der Geburt Jesu, daß eben die stille-st e n Umstande bei derselbe», Zeit, Ort,Ankündigung, Zubereitung auf sie n a-h e und fern, ja vom Anfänge der Welt her,sprechende Spuren göttlicher Absicht waren undtsts mit uns, mit dem geringsten Geschöpf und demgeringsten Werk in seinem Leben anders? Ist allesbei ihm, dem Hocherhabnen, nur ein Riß, eingroßer Gedanke und Plan seiner Ansicht: ist dein

ganzes Geschlecht, die Kette von Folgen, Hand-lungen und Kräften, nur bei ihm ein Kreis, einPunkt seiner Vollkommenheit > wie tief und kleinund nichts du auch seyst.: so bist du ein Etwas inseiner Schöpfung, ein Etwas wie der Mittelpunktdes Ganzen, Jesus selbst. Gott setzte dich dahinauf den Ort, auf die Zeit, in das Geschäfte. An-dere mußten das liegen lasten, was dir aufbehaltenwar, was du bauen solltest: und für dich mußtensich Hülssmittcl, günstige Zeitumstande finden, daßdu bauen konntest. Das fand sich nicht von selbstdahin : du nicht von dir selbst dich an den Ort, aufdie glückliche oder hindernde Stelle, und es ist alsonur ein Wortspiel, wenn man sagt, daß di.e Zeitdiesen und jetten Mann schaffe. Die Zeit schafftihn, und er schafft oder gebraucht die Zeit, undbeide, an sich nichts, fanden sich nur durch Gottzusammen. Er streuete große und gute Leute aus,wie Sterne im Dunkeln die Nacht zu erleuchten:er pflanzte den Baum in diese Wüste, wo er Lusthatte oder sich schaffen konnte: was dieser Menschfand und an sich harte, und brauchen und alsoHerders Werke z. Rel- u. Theol. M» T