Christliche Rcdcn
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die wahren Weisen zu jeder Zeit thuns nicht anders:lind wir wollen nicht eben dieselbe Entfernung undEhrfurcht zu der Ankündigung des Ersten und Aus-erkohrensten im menschlichen Geschlecht bringen?War er in Allem Mittelpunkt des Geschlechts undder Einigerwählte: wie nicht in dem Augenblick,von dem Alles abhing? —
Wie untergeordnet erscheint auch hier Johan-nes zu Cbristo? Er mit dem heiligen Geist, dieseraber mit Geist qesalbet ohne alles Maas! Ec nurVorläufer und Verkündiger; der Verkündigte, wiegrößer! Jener nur Sturmwind und Flamme; die-ser, auch in der Anmeldung und mit allen Umstän-den schon, wie stille und sanft! bleibender, ewigerStrahl Gottes! Kraft des Höchsten auf die stillesteWeise, qnwehend und schattend, sichtbar geworden!Der heilige Sohn Gottes! —
In dem Ton steigt auch der Engel nieder, umMaria von dem, was sie nicht begreifen konnte,ab - und dahin zu lenken, was menschlich war undihr Herz trösten konnte — es war das Vorbild ihrerFreundin! (v 36.) An ihr sollte sie sich spiegeln,fassen, Gott aufvpfern lernen: an der ihr Herzgleichsam Haltung und Trost erlangen — welchsanfteres leutseligeres Zeichen, als die Stummheitdes alten Vaters!
Und Maria unterwarf sich: das letzte Wortward wieder das schönste Siegel der ganzen Unschuld-und Tugendseele. Die ganze Geschichte auch imTon und dem Zusammenhänge der Erzählung ein