als das „von dem Tage und der Stundeweiß niemand" Iren zusammen, die sich sonstzu widersprechen scheinen; daß sie sich aber nichtwidersprechen, hat die Zeit erwiesen. Eine Zu-kunft, das Bild der andern, ist erfüllt zu der Zeit,die Christus nannte; die andere wird erfüllt wer-den. Er wußte nicht ihre Zeit : wir sollen sie nichtwissen: das einzige moralische „bald" soll uns inErwartung und Zubereitung halten. Wo ist nun,mein Freund, dieses zweischneidigen SchwertesSchärfe? wo wäre sie selbst, wenn wir geradezubekennen müßten, Jesus habe sich in der Nahe die-ses Bald, wie dort bei dem Feigenbaum, geirrct?was schadete cs, da er's ausdrücklich nicht wis-sen, also auch nichts bestimmen wollte? Undwie matt wird nun der Spott des Vers, über dieRechnung Petri von tausend Jahr und EinemTage! Sie sagt nicht mehr, als: „ich weiß nicht!„und ihr selbst nicht wissen! Ihr sollt aber stünd-lich warten und den Aufschub zu eurer Besserung„brauchen." —
Auf manche andere Kleinigkeiten und Neckereienlasse ich mich nicht ein. Ist Christus gerechtfertigt,so sind's auch die Apostel nach ihrem Maaße.War der Lehrer kein Betrüger, so werdcn's auchdie Schüler nicht sepn, wenigstens nicht seyn dür-fen. Hat der Herr kein irdisches Reich begehret:so dürfen's auch die Knechte nicht bemänteln undin ein geistlich Reich verwandeln. Sie warendie rechten Verwandler! sic, denen noch bis zurletzten Minute der Auffahrt hin, selbst da sic ihn«uferweckt in einem so neuenLeben gesehen und