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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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vorzüglich an Luthers Schriften. Mich dünkt, cSwar Spener, der Zweifel gegen dies System gefaßthatte, die ihm unwiderleglich schienen; er las Lu-thers Schriften, und seine Zweifel verschwanden.Aber, wie gesagt, Luther klagte schon zu seinerZeit, daß nicht alle ihn hierin begriffen, und, dajedermann von Glauben, Rechtfertigung undguten Werken schrie, wenige seinen Sinn undGeist gefaßt hatten; die Folgen unmittelbar undlang nach seinem Tode haben's traurig genug ge-wiesen. Also gehen Sie, mein Freund, auch, wennSie hierin Lehre und Auflösung verlangen, zu ihmselbst, diesem lebendigen Glanbensmann und ächtenSohn Paulus. In seinen Schriften ist ein so ge-sunder Verstand mit solcher Starke desMuths undWarme des redlichen Herzens verbunden, daß ichoft, von der kalten Grübelei jüngerer Zeit ermat-tet, mich nur an ihm erquickt habe.

Uebriqcns, mein Freund, hüten Sie sich vordem heißen Schwefelbade des Mysticismus, der inaltern und neuern Zeiten seinen dumpfen, ersticken-den Nebel auch über diese, die lebendigsten, blü-hendsten Lehren des Christenthums ausgcbrcitet hat;er ist. das cntgegenstehende Extrem gegen die einzei-lig-philosophirende Schlaffheit und Kalte. Zu wel-chem Unsinn! in welche Gräuel und Krankheitenhat er nicht seine Jünger und Freunde verleitet!und wie entfernt ist seine Hohlen - und Tiefcnphi-losophie gegen die klare, freie Himmelsluft der bib-lischen Methode. Seinem Schädel ein Loch zu boh-ren, daß Geist vom Himmel hineinregne, den dun-keln Grund der Seele so lange zu verdunkeln, bis