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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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391
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das Studium dcr Theologie bekr.

von achter Tugend und ihrem Lohne keinen Begriffhabe. Weder jene, noch dieser kann irdisch seyn.Unser moralisches Daseyn ist hier gewiß nur aufdcr ersten Stufe, in der ersten Knospe. Hier-nach hat die Vorsebung das Clima und den Bodendes Gartens eingerichtet: die Blume oder die Fruchtsoll hier nicht reif werden. Deswegen macht dieBibel nicht Tugend und selbstgemeinte Vollkommen-heit, sondern Glauben, Liebe, Hoffnung,die Kinderkugenden, zu Fükr.rinneu unseres'^,Lebens.Nicht Pyramiden des Ruhms, noch Schlosser derWollust; ein Kreuz ist aufgcrichiet über alle Na-tionen , dadurch wir näher zu Gott kommen sollenund dcr Weg über und an demselben heißt Ge-duld, m o r a li s che Erz i e h u n g, Prüfung.,Darnach muß auch die allgemeine Geschichtebetrachtet, gelesen, angewandt werden; sie ist unswenigstens das große Lehrbuch der Nichtigkeitaller menschlichen Dinge und zeigt uns da-mit sehr augenscheinlich, was nicht der rechte Wegund Zweck des Menschengeschlechts hienieden sey,wenn sie uns auch nicht mehr zeigte. Nützlich undschön sind alle Beitrage, die sie also darstellcn underkaren, sie mögen Geschichte oder Philosophie,Gedichte oder Predigt heissen. Schriften der Arthalte ich für die würdigste Beschäftigung des lesen-den oder schreibenden menschlichen Geistes; Schadeaber, daß ihrer nicht so gar viel sind, wenigstensdaß ich solcher nicht so gar viel kenne. Was kannder menschliche Geist Crhabeners seyn, als ein Zu-schauer und Ausleger dcrVorsehung ewi-ger Weisheit und Menschenliebe!