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Briefe
Strebe mit Flügeln des Lichts empor an dieGrenzen der Welken —
Aber ihr flammenden Welken, was seyd ihr?
Vielleicht nur Atome,
Die das heißere Blut des großen Weltthiers burch-wallen,
Das vielleicht auf weitern Gefilden mir Lausen-den seiner
Gattung scherzet? Vielleicht erfüllt in dem röth-lichen Strome,
Der aus meinen Adern dahinquillt, ein Heer vonWelten
Itzt sein letztes Schicksal! — Wo bin ich? Ver-loren in Wundern —
Unermeßlichkeir um mich und Unermeßlichkeitin mir.
Du, dem die Fülle der Welten nur Ein Ge-danke, der Ausfluß
Seines Schimmers ist! O lehre mich doch, werknüpfte
So der Wesen unendlichen Faden an einander?
Sprich, wer pflanzte den ungeheuren Lebensbaum,dessen
Wurzel tiefer dringt, als kein Gedanke der Engel,
Hoch sein Gipfel steigt, wo der Raum der End-lichkeit aufhörr!
Schweig' und verstumme, mein Geist, und du,mein Gesang, schwebe nieder
Und erwache mein Herz! Er schuf auch dich inder Fülle
Aller der wechselnden Wunder! Du darfst ihn ver-ehren, als Vater,
Ihn verehren als Vater, im Staube gebückt, alssein Kind Ihn!