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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe

Strebe mit Flügeln des Lichts empor an dieGrenzen der Welken

Aber ihr flammenden Welken, was seyd ihr?

Vielleicht nur Atome,

Die das heißere Blut des großen Weltthiers burch-wallen,

Das vielleicht auf weitern Gefilden mir Lausen-den seiner

Gattung scherzet? Vielleicht erfüllt in dem röth-lichen Strome,

Der aus meinen Adern dahinquillt, ein Heer vonWelten

Itzt sein letztes Schicksal! Wo bin ich? Ver-loren in Wundern

Unermeßlichkeir um mich und Unermeßlichkeitin mir.

Du, dem die Fülle der Welten nur Ein Ge-danke, der Ausfluß

Seines Schimmers ist! O lehre mich doch, werknüpfte

So der Wesen unendlichen Faden an einander?

Sprich, wer pflanzte den ungeheuren Lebensbaum,dessen

Wurzel tiefer dringt, als kein Gedanke der Engel,

Hoch sein Gipfel steigt, wo der Raum der End-lichkeit aufhörr!

Schweig' und verstumme, mein Geist, und du,mein Gesang, schwebe nieder

Und erwache mein Herz! Er schuf auch dich inder Fülle

Aller der wechselnden Wunder! Du darfst ihn ver-ehren, als Vater,

Ihn verehren als Vater, im Staube gebückt, alssein Kind Ihn!