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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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373
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das Studium der Theologie bekr. A7?

unser; Lebens; dadurch wird sein Begriff andrin-gend ; dadurch wird die Lehre von ihm reifend undliebreich. Allerdings ist dies auch der einzige Weg,uns Gottes gleichsam zu vergewissern, ihn selbstwahrzuuehmen und ihn andern bemerkbar zu ma-chen; kurz, cs ist der Grund aller Religion aufErden. Den Unendlichen außer der Welt begrei-fe ich nicht, er reget mich auch nicht; denn er istferne von mir. Aber der Gott, der mich umgiebk,der mich durchschauet, der mich schuf, der allesschuf, der mich erhalt und führet, der ist meinGott und Vater! Wo Kraft in der Natur ist, istEr: wo Geist in der Natur ist, ist's Hauch und

Kraft seines Geistes: Er in Allen und cs be-

stehet alles in ihm. Wo soll ich dich suchen,da du, Herr, nicht wärest? wo könnt' ich hinge-hcn, da du mich nicht führtest ? Das Gewebe mei-ner Gedanken ist ein Stickwerk deiner Hand; diePfade meines Lebens ein Labyrinth deiner Güte:die ganze Natur dein Werk, deine Wohnung, deinTempel

Sie ist die Laute seiner Hand,

Die er zu unsrer Lust erfand,

Er gab ihr Millionen Saiten,

Und jede klingt und jeder KlangTönt zum frohlockenden GesangDer Lehre seiner Heimlichkeiten.

Und diese unermeßne Welt,

Die so viel Wesen in sich halt,

Seit so viel tausend, tausend Jahren,

Und die unendliche Natur