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Briefe,
ihre Quelle bleiben. Was man auch zur Ver-lheidigung sage, so war's eine falsche Metho-de, als die wölfische Philosophie sich eine Herr-schaft über die Theologie anmaßtc, ihre Definiti-onen in jeder Lehre zum Grunde setzte, darausherleittte, was ihr gefiel, und nun hintcnnach ei-nige biblische Sprüche zur Schau führte, die auchohngefahx dasselbe sagen möchten. Diese Behand-lung war im Grunde nicht besser, als die aristote-lisch - scholastische in den Mittlern Zeiten; denn obAristoteles oder Wolf? thut nichts zur Sache. —
Unstreitig ist hier die philologische Metho-de besser, die zuerst recht gewählte und hinlänglicherklärte Sprüche voraussetzt und aus ihnen mitgesundem Verstände Lehren folgert und sammelt.Wir haben denen Dank, die diese Lehrart gerettetund bestätiget haben, auch allen denen, die in ihrfortgchen und immer mit mehrcrem Fleiß Sprüchezu wählen, Lehren zu simplificiren, zu erläutern,zu begründen suchen, In unserer Kirche brachMelanchthon, ejn eben so guter Philosoph alsPhjlolog, di? Bahn, und machte eine Menge Schü-ler. Als diese von einer abermaligen Scholastiküberschrien wurden, brach Calixtus und seineGehülsen wieder zu einem bessern Wege durch. DieFreigeisterci stand auf; ihr entgegen setzte sich diePhilosophie fest, Dieser entgegen regte sich derPietismus und alles gährte so lange durch einander,bis sich mit Hülfe der Sprachen und des gesundenVerstandes die philologische Lehrart jetzt em-porgeschwungen und manche Fehler ihrer Vorfahrenglücklich verbessert hat. Viele unnütze Terminologie