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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 355

vollkommen ist, zu machen? War nicht Deismus,der Glaube an Einen Gott, die Grundlchrc derReligion des alten Bundes? und ist sie nicht Grund-lehre jeder nützlichen, bildenden Religion auf derweiten Erde? Wenrsts also Leute gicbt, die dieWahrheiten der natürlichen Religion mit mehreren»Fleiß suchen, ordnen, beweisen, an's Herz legen,selbst wenn sie auch von der Geschichte und denLehren einer g eoffen b at teN Religion abstra-hiren; sind sie deswegen Schimpfes werth? SindSokrates, Tenophon, Plato, die Py-thägöraer, Cicero, Epiktet, Antoninu. f. Schimpfes werth, daß sie die Wahrheiten ih-rer Religion und Moral, so fern sie sie einsahen,zu gründen, zu bewahren, zu verbinden sich rühm-ljchst bestrebten? Hat die menschliche Vernunft, hatselbst die christliche Religion dadurch gewonnen oderverloren? und warum betrachtet man jene, die zuunserer Zeit leben, nicht auch als Griechen undRömer ? Lastet sic ihr Werk treiben ! treiben sie'sgUc, so ist's der christlichen Religion gewiß nichtschädlich; treiben sie's Übel, so ist ja auch derSchade ihr und die Religion zieht sich in ihr ei-genes, besseres Gebäude. Sind sie Philoso-phen rechter Art: so werden sie ein Gebäude unbe-fehdet lassen, das nicht ausAbstkaction, sondern auf Ge-schichte gebauet., und also nicht ganz ihr Eigen-thum ist. Kommen sie in Unrechten Angriffen dagegen :so weise man sie ab; nur mit rechten, ehrlichen Waffen,nicht mit unterlegten Minen; sonst beraubt mansich ja selbst seiner wo nicht Bürger, so doch Untertha-nen , Handlanger und Mitarbeiter. Gesetzt, sie hatten

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