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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie belr. 353

men werde, da man die blendenden: Namen einesHelvetius,Hume, Diderot, in Urtheilcnund Sachen dieser Art auf ihren rechten Wertheinschranken werde. Was sollen überhaupt Schrif-ten dieser Gattung, wenn sie auch sonst die scharf-sinnigsten und reizendsten waren, in den Händeneines zu bildenden Jünglings? Was soll er anM ontesq uie u's Geist der Gesetze, anHume'S Zweifeln gegen alle Gewißheitund Moral der menschlichen Erkenntnis; , anHelvetius Wetterleuchten des Esprits (wieMendelssohn sein Buck) nicht unrecht bezeichnet) anDiderots Fisch, der nicht für alle ist,an Bolingbroke's unhistorischen Zweifeln gegendie jüdische Geschichte, und endlich gar an Vol»tare's Evangelium lesen und lernen? Es istein unabsehbarer Schade und Verderb des Jahr-hunderts , daß jetzt Alles Allerlei, so vermischt undunordentlich und ohne alle Grundsätze lieset. Sowar's nicht bei den Alten: daher dachten und schrie-ben sie auch anders. Ihre Denkart nährte sich anWenigem und dem Besten: sie setzte sich insonder-heit in der Jugend erst fest, ehe sie sich schmück-te. Werden Sie hierin, lieber Jüngling, auchein Alter. Halten Sie sich an das, was Ihnengute Grundsätze, eine feste Denk - undSchreibart giebt; und lassen dagegen den abwech-selnden Flitterstaat der Zeiten einem jeden, der sichdamit schmücken mag. In Baumgartcns Bi-bliothek, in Lilienthal und Leland finden Siefür's erste soviel, als Sie von dieser Leute Mey-

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