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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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B riefe,

und noch so viel mehr, das die Sache selbst zeiget sehen Sie davon eine philosophische Ge-schichte, die ist, was sie seyn soll, und ihremGegenstände in alle Krümmen, Winkel, Abwegeund Falten folgt; kann's ein angenehmeres, man-uichfaltigcrcs, belehrenderes Studium, als sie, ge-ben? Das Studium des Ausdrucks und Vor-trags theologischer Wahrheiten endlich ist anden Wahrheiten selbst etwas, sind sie, was siesind, die wichtigsten, vielseitig - und doch einfach-sten Wahrheiten für's menschliche Wesen; michdünkt, so hat das Studium ihres Vortrags, ihresAusdrucks, ihrer Beredsamkeit alle die Reize, dieje eine wahre, nützliche Beredsamkeit habenkann. Wahrheit und Tugend sind die edelste» Schatzeder Menschheit; und die Wissenschaft, die solchelehrt und anwcndct, ist, dünkt mich, die edelsteWissenschaft von allen, und das ist Theologie,Lehre von Gott und dem Menschen.

Wer, mein Freund, sich reines Herzens undedel» Geistes fühlt, diese Erkenntnis und Wissen-schaft als das liebste Gut, den Zweck seines Le-bens zu treiben: wer sich vor andern berufen fühlt,den Menschen diese Wahrheiten ewiger Glückselig-keit wichtig, auf's neue wichtig zu machen, diealten Kleinode derselben, hie und da vom Rostund Staube der Zeit bedeckt, neu zu säubern undsie als Heiligthümer der Ur - und Nachwelt, demVolk in neuer Schone und Herrlichkeit zu zeigen;wer sich hohen und reinen Muthes genug glaubt,die Vorurthcile des Zeitalters zu verlaugnen,lieber, wie Paulus vom Moses sagt, mit

dem