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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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261
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dos Studium der Theologie betr. 264

diese besten Lieder. Für heute genug: und hierEtwas zum Ersatz dessen, was meinem langen Re-gister von Hymnen und Liedern abgeht.

Auf den Tod seiner Mutter.

Hellglänzend auf einer Wolke des Abendrolhswar der Cherub hcrabgestiegcn, der Seele meinerMutter zu sagen, daß sie vor Gott müßte. Sieerschrack so wenig, als ein junger Held erschrickt,der in den Pallast gerufen wird, aus der Hand desKönigs, für den er gesteget, den Lorbeer zu empfan-gen. Fröhlich verließ sie den Körper, umschwebt'ihn und sagte:

O mein getreuer Gatte, so müssen wir schei-den ! Du mein armseliges Hüttlein, das die Sündemit mir gemielhct hat, jetzt bist du niedergcrissen!Du mein irdischer Mensch, wie jämmerlich hat siedich mit blutigen Striemen gezeichnet, bis du er-liegen mußtest.

Die bunten Blumen, die schönen und glän-zenden Muscheln, die wir am Meere der Eitelkeitmit einander gesammelt, und damit Schürze undGewand angefüllet haben, verwelken und vergehenjetzt mit dir.

Deine Augen haben ausgewcinct über ihreund Anderer Sünden. Sie blicken nicht mehr ge-brochen dem Himmel zu, von wannen dir Hülfe kam.

Du bist nicht mehr gezwungen, dich unterkleine Tyrannen zu beugen, die stolzer als großesind; noch mit den Kindern der Thorheit auf derDberfläche der Erde zu laufen.