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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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260
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Briefe,

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Hymnen. Der Mensch ist selten des Hymnusfähig, und wenn cr's ist, ist er's nur inAugenblicken des Auffluges, der Aufwallung, derUmfassung Himmels und der Erde; bald sinken ihmdie Flügel und er kriecht auf seiner Erdscholle weiter.Wohl, wenn er auf ihr wenigstens finget undsein Herz, sein Pulsschlag, sein Geschäft, sein Le-ben ein stilles, vergnügtes christliches Lied ist.So weiset uns Christus auf die Vögel des Him-mels; so sind seine eigenen Worte und Gebete mei-stens stille Lobgesange in erhabener Einfalt, dasVater Unser selbst ist Eins dergleichen: und sowill Paulus, daß unser Herz immer ein solchesSaitcnspiel Gottes scyn soll. Daß das Ehristcn-thum schone Gesänge allerlei Art und mancherleiInhalts, alt und neu habe; daß unsere Spracheund die prolcstantischeKirche insonderheit einen Reich-thum derselben habe lernt nur-Der cinsehenund schätzen, der die Wirkung derselben, oft in sehrfimpeln Worten, in kunstlosen, herzlichen Aus-drücken und Strophen bei bestimmten Gelegenheitenund einzelnen Fällen sichet. Wie der Gesang dasWort belebt: so beleben Gesänge die trefflichstenLehren und Pflichten des Wortes GotteS. Abstrac-lionen und Tändeleien sollten in Liedern keinen Platzfinden; desto mehr, was Geist und was Herz ist,in der Religion und im Leben. Gesänge solcher Artsind Trost, und Lehre des gemeinen Volks, eineihrer Empfindung nahgebrachte Religion, kurz diefür sie belebte Bibel. Ich wüßte nicht, wasan Erquickung und Wirksamkeit über ein gutes Liedgiewge; nur freilich die ncugemachtcn , umgekehrtenund veränderten Lieder sind nicht immer diese guten,