daS Studium der Theologie betr. s53
Erfüllung von dem, was Christus gesagt hatte,also auch die fürchterlichsten Vorboten von dem,was noch geschehen sollte. Mit Feuerflammen grubsich alles in sein Herz, in sein Gedächtnis: langetrug er's vielleicht, wie Daniel seine Geschichte»bei sich; bis der Posaunenhall und die Erscheinungam Tage des Herrn ihm nun plötzlich den Sinndieser Bilder, höhere Zukunft wies. Sonach warenalle Züge des Gesichts ihm verständlich: er hatte
sie als Glieder einer Begebenheit, als Ahnungeneiner Zukunft seines Herrn lange in sich gehegt;der Geist Jehovah's kam jetzt und wehte die Fun-ken an, und machte sie zum Feuerbilde einer hö-her», weitern, allgemeiner», eben so gewissen, ihmeben so gegenwärtigen Zukunft. Mich dünkt, meinFreund, dieser Standpunkt mache die Hypothese,oder besser zu sagen, den Anblick des Buchs selbstleichter; und noch immer bliebe, so wie die Weis-sagung Christi, so die erlebte Zerstörung Jerusa-lems , Stoff der Farben und Umriß der Bilder.Auf diese Weise rrennte sich nun die Deutung ganzvon Harenberg und seinen Genossen, ohne des-wegen Bengeln einen Schritt naher zu treten;wer überhaupt jenem und diesem in Auslegungeinzelner Bilder folgen, oder gar sagen will: „manmüsse von der Deutung einzelner Bilder auf ein-zelne Begebenheiten ansangen, die OffenbarungJohannis auszulegcn," wohlan! der folge , derzerstücke und deute. Ich gehe nicht mit, lasse mirauch den Hauptanblick des Buchs nicht rauben:denn in allem, was Bild, Symbol, Gedicht ist,ist der Anblick des Ganzen Gewährsmann undWegweiser zu Allem.