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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Stu dium der Theologie betr. 187

mit seinen alten Wunder- und Weissagungsbewei-sen gegen Ungläubige, oder gegen solche, die keinenBeruf fühlten, diese Sachen zu untersuchen, geschweigesie blind zu glauben, mißlich daran. Das Christen-thum ist überhaupt, wie gezeigt worden, keine De-monstrationssache , da historische kemw in Ewigkeitnicht, wie sehr man auch verwirre und knüpfe, wer-den demonstrirl werden können. Sie wollenauch nicht anders demonstcirt sepn, als durch hi-storische Erweise, durch eigene U e Kerze u-gung und einen reinen Ausdruck derselbenim Charakter des Lebens.

Sagen Sie doch, mein Freund, hat je einSchüler Sokrates seinen Lehrer anders und besserzu ehren geglaubt, als wenn er die Wahrheit sei-ner Lehren thatig nusdrückte? Je mehr er diesthut, je weiter er hierin kommt, desto mehr ist erSokrates Schüler; überzeugt ihn Sokrates nicht,so wähle er sich Epikur, Diogcn, oder sich selbst,dem er folqe. Wem er folgt, dem folge er aufseine Gefahr. In den ersten Jahrhunderten behan-delte man das Cbristenthum auch auf eine so frei-willige, milde, lhatiqe Weise; und weder das Chri-stenthum, noch sein Bekenner befand sich dabei übler.Sobald das Christenlhum schlaffe Gewohnheit, er-erbtes Gut, oder gar fürchterliches und doch müsst-ges Landesgesetz, kurz Leibes- und Seelenzwangward, blieb's kein Eigenthum mehr. Dies beruhetnur auf Lhat und Ueb crz cm gun g, auf Geistund Wa hrheit. Der arme Christus, als er inder Welt wandelte, bewarb er sich wohl um KönigAbgarus Gunst, seine Religion daselbst politisch,