Briefe,
- Ein anderes schönes Lied, das
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Pf. r6, 8. u. f.ihm vorhcrgeht:
Zu Jehovah ruf' ich in meinen Aengsten,
Und Er erhöret mich.
„Herr, rette meine Seele ^
Won Lügenlippen,
Bon Lästerzungen."
„Was kann dir thun, was kann dir schaden, -Die Lästerzunge?"
Sie sticht wie spitze Pfeile des Starken,
Sie brennt wie glühende Kohlen von Dornen. —
Weh mir !
Ein Fremdling bin ich hier in Räuberhorden,-Muß wohnen hier in kedarenischen Zelten.
Lang' ward es meiner Seele,
Mit Einem zu wohnen, der Frieden haßt.
Ich spreche vom Frieden, und Er sucht Krieg.
Offenbar ist dies Lied die Klage eines einzelnen ver-folgten und verlaumdcten Mannes aus einem un-friedlichen Zelt, oder aus einer bedrängenden Hütte.Warum es als dastehe, weiß ich
nicht; so, daß ich überhaupt dies Wort lieber vonPsalmen, die aus der Wiederkehr mitgebracht sind,oder die zum Zuge nach Jerusalem gehören, zuübersetzen Lust hatte. *) Augenscheinlich ist das
Psalm-
*) S. vom Geist der ebraischen Poesie. LH. 2. S.367. u. f. Reue Ausg. S. 3 HH. f.