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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

Fliehen zur See in damaligen Zeiten die kühnsteFlucht, dafi die freiwillige Verbannung eines Is-raeliten und Propheten aus dem Lande Jehovah'Sdie entschlossenste Aufopferung war, ist für sichselbst klar; die Thorheit des dargestellten Beispielsgeht also auf offenem Wege weiter. Feigheit, denWillen Jchovah's zu thun, wird zur verwegenstenund zugleich albernsten Flucht vor ihm auf dem ge-fährlichsten Elemente. Der Sturm entsteht: Jo-nas schläft, das Loos fällt, er bekennt seine Schuldaufrichtig, ja er gicbt ihnen selbst den Rath, wieihr Schiff einzig zu retten sey. Er wird ins Meergeworfen; der Fisch kommt, ihn zu verschlingen:cs ist ein wunderbarer Fisch, den der Mächtige,vor dem er floh, selbst herbeiführt. Das Gebetim Schlunde des Fisches ist offenbar eine spätereZurücknehmung, denn man hört darinnen ei-nen schon Erretteten danken; kurz, die Geschichteist die sichtlichste Darstellung, wie wenig man Gottentfliehen könne, wie alles, auch im Grunde desMeeres, ihm zu Gebote sey, wie er aber auch dentiefsten Seufzer im Bauche des Fisches, des Oce-ans und der Hölle, vernehme. Das dankendeLied ist so sanft und schön, daß ich nicht umhinkann, meinen Brief damit zu zieren:

Ich rief in meinen Aengsten zu Jehovah,

Und Er antwortete mir.

Vom Bauch der Hölle schrie ich;

Du hörtest meine Stimme.

Du warfst mich in die Liefe,

Ins Herz des Meers.

Mich hatt' der Strom umgeben,