das Studium der Theologie bctr. iog
eine solche gehalten, und die Bücher der Judith,Tobias, Stücke in Esther offenbar sind. DasWunderbare, das doch den meisten Spott auf sichgeladen, würde sodann zweckmäßig gewählteSchönheit; und der Sinn des Ganzen bleibt dersel-be , er mag aus einer wirklichen Geschichte, oderaus einer, statt ihrer geschaffenen, Dichtung folgen:denn die letzte ist doch immer auch eine moralischeGeschichte zur Darstellung Einer oder mehrererLehren.
Mich dünkt, Sic sind neugierig auf diesenGesichtspunkt; bemerken Sic also, das Buch hateine Einheit, Kürze, Rundung, wie sie das bestemorqenländische Poem haben kann, und was mehrals Alles ist, auch Einheit im Zweck, in seinermoralischen Lehre; es ist ,,die lebendige Dar-stellung eines Propheten indenman-„cherlei Fehlern, die das Prophetenamt„hatte und haben konnte." Dem Prophe-ten wird aufgetragcn, einer fremden, fernen, rei-chen, majestätischen Stadt schnelles Unglück zu pre-digen; welches Herz von Fleisch und Blut thutdas gern ? Jona sträubte sich dagegen, wie sich meh-rere Propheten beim Aufträge schwerer Pflichtensträubten. „Was soll ich, ein Jude, dort? Wird„man mich nicht für einen Narren halten, und„mit Spott, mit kalter Verachtung strafen? oder„wenn man mir glaubt , wenn man meiner Bot-schaft Erfolg zutrauet, wird man mich nicht als„einen Unglückspropheten zur Stadt hinaus werfen„und würgen?" Ec mied also das heilige Land,er floh, so weit er konnte, westwärts. Daß das