Briefe,
Muthmaßungen und Räthseleien. Uebrigcns zeigtder Verfolg dieser Nachrichten, daß Alles, obgleichso zusammcngcschobcn, gewiß nicht von Einer Handscy. Auch daß die Bücher der Chronik, als eineNachlese historischer Sammlungen, unter den heili-gen Schriften die letzte Stelle haben, zeigt genug-sam, daß es den ältesten Sammlern nicht gleich-gültig war, wo, oder wie sie etwas hinsetztcn? Lh-nc Zweifel fanden diese schon die altern historischenBücher ge sammlet da, und benannten sie des-wegen auch mit dem Ehrennamen der älternPropheten.
Meine Absicht ist nicht, diese Bücher zu durch-gehen, und jede Schwierigkeit, die ihnen gemachtist, aufzulösen. Außer den Eommentatoren bleibtLilien thals gute Sache wohl das Hauptbuch,dem sodann die Schriftsteller zunächst an die Sei-te treten, die besonders einzelne Zeiten und Lebens-läufe behandelt haben. So haben wir z. E. überdas Leben Davids drei nicht zu verachtende Schrift-steller, Delany, Acken, Chandler. Dererste ist ein gutherziger Irländer, der viele Stückegut gefaßt, wohl erläutert, in andern aber so selt-same Meynungen hat, daß man das übrigens sehrunterhaltende Buch teilweise nicht ohne Verwun-derung liefet. Windhcim hat's übersetzt, und, sei-ner Gewohnheit nach, mit langen, aber schlechtenNoten vermehret. Acken, unser Landsmann,schreibt stark und edel. Da er aber gegen Baileschreibt, und zu sehr epanorthisiret, auch übrigensDavid nicht zum großen Israeliten-Könige mitFehlern und Tugenden, wie sie in der menschlichen,