bas Studium der Theologie bctr. S7
tafel des Schicksals der Geschlechtc? Ju-da als Löwe, Dan als Schlange, Benjamin alsWolf, Jsaschar als ein ruhiges, umhecblickendcs Last-thier , sind mehr gewählt, als durch viel Geschwätzin abstrakten Worten, die meistens nur flüchtigeBlülhen der Zeit sind, mit der sie sich, dem Da-scyn und der Bedeutung nach, andern. Der Cha-rakter der Thiere bleibt derselbe, und die Schilde-rung durch sie ist überdem ganz in der Sprache,dem Blick, dem Leben des Hirten und Patriarchen.Er hatte keine andere Bilder der Vergleichung inseiner Seele, keine andere Worte auf seiner Zunge;sein Segen wird ein Testament in sinnlichenCharakteren.
Der Lowe Judah scy ein Beispiel; ich bleibeaber allein bci'm Bilde dieses Segens. Jakob will,daß Judah der geehrteste seiner Brüder sey, ihrAnführer, König unter ihnen, und Ueberwinder derFeinde. Im Bilde des königlichen Löwen führt erdies aus, der vom Raube prächtig hervorsteigt,und, nachdem er sich in stolzer Ruhe gelagert, sicherist, daß niemand ihn aufzurcizen sich erkühne. Oderohne Gleichniß : Judah soll des Erstgebornen Stellevertreten, der, den Patriarchen- und Führerstabin seiner Hand, nicht ablasse, bis er sic alle zurRuhe bringe, und ihm die Völker oder Stammesodann freiwillig anhangcn, und sich zu ihm halten.*)
*) Wie man das Wort auch ableite; so muß
es dem Parallelismus nach etwas bedeuten, dasdem Gehorsam, der freiwilligen Un-terwerfung der Völker, oder dem fricd-