ches Gott hier unmittelbar lenkte; so bleibt Gesetz-gebung immer Gesetzgebung, wunderbare Vorsehung,Lenkung, Wohlthat, Strafe Gottes bleiben immersolche, sie mögen durch solche oder andere Mittelgeschehen sey. Die Wunder in Aegypten und inder Wüste, die schrecklichen Hauptwundcr dort undhier, die feierliche Gesetzgebung auf Sinai endlichwerden nie natürlich gemacht werden können undwarum sollten sie cs werden dürfen? Der ZweckGottes bei der ganzen Reise bleibt sicher und ge-wiß; dem alle jene Wunder ja nur dienen.
Kümmern Sic sich daher nicht, wenn mancheUmstande oder so genannte Knoten nicht völlig auf-gclöset werden könnten. Bei einer so alten Ge-schichte, dazu dieses Volks, ist's unvermeidlich; undeS ist höchst zu bewundern, wie wir noch so vielesgewiß wissen und haben. Bei andern, viel berühm-tern Völkern haben wir's nicht, bei Chaldäern undAegyptern, Phöniciern, selbst Griechen in so altenZeiten; es ist also auch hier eine wirkliche Auszeich-nung dieses Volkes sichtbar. Lesen Sie z. C. D ö-derleins A n ti fr a g m en te gegen die Einwürfedes Fragmentisten über den Durchgang durch's röcheMeer, Jerusalems Betrachtungen über die Ge-schichte Moses, und andere Schriften dieser Art,und sagen Sie, was man über Begebenheiten undBücher eines so grauen Alterlhums zur Aufklärungbeinahe mehr fordern, mehr verlangen könne? Wirhaben im Deutschen einen Netter der heiligen Schrift,wie in allen, so auch in diesen Punkten und Kno-ten , den uns Ausländer beneiden dürften, so stilleund geräuschlos er lehre: Lilienthal. Seine