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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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weiser, wie solche zu lesen, zu brauchen, zu nutzensey,i mögen? Selten ist in einem Buch Alles gut,wenigstens selten gut für alle und jede. Die Zei-ten andern sich, und andern mancherlei in denBüchern; zur schönsten Bibliothek gehört also einAusleger, und das beste Geschenk, das einem jun-gen Menschen werden kann, sind nicht Bücher,sondern Math, wie er die Bücher brauche.

Was ich an Lowth eigentlich nur als einenRand wies, den Sie nicht überstürzen müßten, wardie etwas zu künstliche, neue Art, mit der er alteebraische Poesie, thcils allgemein, theils in einzel-nen Elassen und Stücken behandelt, oder vielmehr,in der einige seiner Nachfolger seine Meinung weitübertrieben haben. Nach der Behandlung dieserletzteren hat David diesen Psalm als Idylle bei-nahe zum Zeitvertreib, jene Elegie zur süßen Ju-gcndübung, der Eine Prophet seine stärksten An-mahnungen , Flüche und Trostreden als Probenebraischer Lehrstücke verfasset, und mit Behaglichkeithingegeben; ich kann nicht sagen, wie sehr dieserGeist, die Bibel anzusehen, dem Gebrauch dersel-ben schadet. Es ist üble Verdauung in den erstenWegen, aus der in allen übrigen Gefäßen nichtsGutes kommen kann: es ist erster, falscher Ge-sichtspunkt, der alle folgenden verdirbt und verwir-ret. Poesie, wie sie in der Bibel ist, ist nichtzum Spaß, nicht zur entbehrlichen, müssigen Ge-wüthsergötzung, noch weniger zu dem schändlichenSchlendrian erfunden, dazu wir sie jetzt zum Theilanwenden; fast sollte nicht einerlei Name so ver-schiedene Gattungen und Werke bezeichnen. Der