das Studium der Theologie bctr. i Z
sie cs auch »erbitten möchten. Dieser Psalm wirdOde, jener eine Elegie nach neuerem Schnitt; Mo-ses unv die Propheten werden heroische Lehrdichter,und oft wird die Sache so behandelt, als ob dieseheiligen Männer ihre Stücke zu Batteux Einlei-tung oder in eine Blumenlese gemacht halten. Einvermodertes kloiüsgirini aus Griechen und Römernwird dazu geschüttet; und nun ist der Autor, wenner noch überdem viel von Varianten und Ucbcr-setzungcn geschwatzt hat, über die papierne Kronedes Zeitungslobes sicher. Ich bin kein Feind schö-ner Stellen und Ähnlichkeiten, wie und woher siesich finden mögen; so wie aber ein schönes Urbild,zumal wenn Einsalt und nolhgedrungene Wahrheitseine schönste Zierde ist, mehr verliert als gewin-net, wenn cs durch übertünchte, oft garstig ge-schminkte und meistens ganz unpassende Nachbilderspaterer Zeiten und Kunstvolker erst Licht, ursprüng-liches Licht nehmen soll, so gehet's, (auch den In-halt der Göttlichkeit ganz abgesondert,) mit denschönsten Urstücken der Bibel. David und Hiobdachten nicht, daß sie Hora; und Aeschylus Colle-ge» werden müßten, um, was sie sprachen, aufseiner ersten Stelle zu sehen und zu empfin-den. Auf wen sie fük sich nicht wirken — ichzweifle, ob sie auf diesen auch mit allem Flitter-golds voll kleiner elektrischer Strahlen, wie sic woll-ten , wirken werden. Lowth äs ssoru xoeaiHskrasoimm hat insonderheit diese poetische Luftverbreitet; am neuesten Mißbrauch aber, bei demdie nahrhaftesten Dinge zuletzt in süßen Duft ver-wittern, ist er gewiß unschuldig, Er gab nach Eng-