des Menschengeschlechts. 239
Welch' eine menschenfreundliche Begebenheitwird die Sündfluth in so offenbnrem Ausschluß ih-,res RathschlagerS und Geschichtbeschreiberö! DasGrob einer alten, unzuverbessernden, bis auf dieWurzel verdorbenen Welch und die Mutter einerneuen Erde, eines Menschengeschlechts ganz andrerGesetze, eines ganz andern Lebens, wo Schwachedie List zäumet, und Kürze des Lebens die Bosheitendet. Petrus wagt das große Gleichniß zwischenihr und den Wassern der Taufe, die auch Unflathabspült und neuen Bund macht. Mit der ganzenNatur machte Gott »ach der Sündfluth neuenBund, und verjüngte von neuem die Schöpfung. —Was dies für herrlichen Aufschluß über die Artund Beschaffenheit dieser angeseindercn Ucberschwem-mung, über die Vor- und Nachwelt gebe, zwischenwelchen sie, ein Ocean Gottes, ein finsteres Tod-tenreich der Riesen unterm Wasser*) dasieht: Na-turreiche lichte Felge dieses Werks, das zeige Du!**)
Genug, hier endet der Cirkel der ersten Welt,das erste Rathsel und Niesenvorbild der ganzen
*) Daß das Todtenreich der Morgenländer Ursprung,lieh aus diesem versunknen Siiesenreich entstanden,soll die Folge zeigen und viel Stellen aufklaren.Das Wort selbst Niedersatz, was unten
ii» Meer bleibt. S. Schsids gelehrten Commen-tar in Lsutw, tti-lclse p. ro — Zg, der treflichdarüber gesammlet.
**) S. Anhang. Vs Fragment, über die Geschich-te der Sündfluth.