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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts.

lust beginnet, Stolz, Tyrannei, Unterdrückungenden.

Siehe die Bctrugskrümme des Menschcnverder-bens. Ein Blick nach schönen Menschcntöchternwas sollte erlaubter, unschädlicher als Er seyn?Sind sie nicht dazu schön? Sind wir nicht dazuSöhne GotteS, stacke, blühende, fruchtbare Bäu-me? Wir nehmen zu Weibern, welche wir wollen lSo wird Freiheit und Anmulh Mensch zu seyn,täglich neuer Mensch zu seyn, in dem natürlich-stcn Triebe. Hinweg Kette, hinweg Kerker! ZstSnicht Natur Gottes, daß ein Göttersohn bei einerneuen schönen Menschentochter mehr Göt terkraftLust und Muth habe? Es giebt belebte, neue,kraft- und witzreiche Geburten. Zeigt der Er-folg nicht, daß jene Helden, Riesengewachse,Männer von Geilt und Namen, Früchte derFreiheit und Freude sind wollt ihr gegen Got-tes Natur reden? Woran erfreuet sich der Schö-pfer mehr, als an der Fortpflanzung seines Ge-schlechts, wenn Göttersöhne neue Göttersöhne,zeugen? Womit geschiehst dem Geschlechts selbstmehr Wohlthat, als wenn mans vermehrt, freierund blühender macht, Sprossen und Kanäle durcheinander leitet, daß jedes neue Kraft im anderntreibe. Da ists nun Lust, ein Mensch zu seyn. Zwei Ein Leib! ja sprechet ihr vom Anbeginnder alten verlebten Muttersage. Ein Fleisch sindwir Alle und das ist Menschenfreundschaft, weite-ste, innigste, regsamste, verändernste, Gesellschaft.Und Gesellschaft der Art, das ist offenbar derhöchste Zweck, wozu Gott die Menschen geschaffen,