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So mischt Gott Licht und Dunkel! der stärksteFluch wird seinen Lieblingen Trost und Hoffnung.Mit Freuden nannte Adam sein Weib Eva, derLebenden Mutter: sie sollte Racher und Helden desFeindes gebährcn, der sie betrogen. Eben im Dun-kel, das um die Verheißung schwebte, lag unsererUrahnen kräftigster Trost. Sie sahen nicht weitund also war Er schon ihr: Adam umsing in Evaschon aller Lebendigen Mutter, und sie sah in ih-rem Samen nur Einen, den Schlangcnzertreter.Immer also blieb es, dies Sinnbild des Teufelsund aller Verführung. Kein Gift über Schlangen-gift ! keine List über Schlangenlist! kein Kopf überSchlangenkopf!*) Die schleichende, zischende, zwei-züngige Nachstellerin: der große, verschlingende
Drache, Zahn, Stachel, Zunge, Schlangenhaut— alles ist an ihr zum Sprichwort worden. Injeder Schlange am Wege sieht bas Morgenland ei-nen Dämon:**) sie bewahrt ihren Kopf, der ihrzertreten werden soll, sorgfältig, und Wenns wahrist, daß sie einem Nackenden mehr als einem Be-kleideten , dem Weibe mehr als dem Manne nach-stelle:*** noch besonderer. — Ein ersehenes Werk-zeug für diese unglückliche Stelle. Thier des Feldes,sie hat Blut, sie ist unserers Ursprungs. Aber imStaube, ohne Glieder, ein Wurm. Und eben inder gegliederten, aufgerichteten Menschengestalt fandder Orient Gottesblid; unter allen Feldthicccn also
*) S. Locdnrr. I, o,
**) Shaw's Reisen S. st»,
***) Locilisrt,