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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden und Homilien.

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alles. Durch Vater- und Mutterliebe- empfingenwir das Leben, Erziehung, Bildung. Geschwisterknüpft Ein Band der gegenseitigen Theilnehmungund Freundschaft. Freunde wählen einander undstehen einander bei; was sich liebt, findet und knüpftsich zusammen; ein neues Leben entsteht durch diesgegenseitige Finden und Erkennen der Herzen in ein-ander, durch gesellige Liebe und Freundschaft. ImParadiese selbst sprach der Schöpfer,! Einsamkeit istdem Menschen nicht gut; gesellige Liebe und Vci-hülfe ist ihm unentbehrlich.

Wie also in unsrer Natur zu dieser harmoni-schen Gesellung süße Triebe und Neigungen liegen,ja zu ihr die ganze Ordnung unsres Geschlechts ein-gerichtet ist: so hak der Schöpfer sogleich dies innereregsame Band menschlicher Eemüthcr mit seinemhöchsten Segen von innen belohnet. In Andern lebtder Mensch, nicht in sich; das Gute, das wir demandern erzeigen, die Liebe, die wir ihm erweisen,die Freude, die er darüber genießet, genießen wirdoppelt und vielfach. Eine für den, den wir lie-ben, übernommene Mühe, erhebt und stärkt unsreKräfte; ein Nebel, das wir von ihm wandten, eineThränc, die wir linderten, oder der wir zuvorka-mcn, eine unvermurhete Freude, die wir ihm schaff-ten, ein Glück, das wir ihm gründeten oder grün-den halfen, ist der schönste Genuß guter Menschen,ein Triumph und Kranz ihres Lebens. So lebenElter» in Kindern und für Kinder; so leben Freundefür einander; so sollen Ehegatten in und für ein-ander leben: denn ihr Stand ist das persönliche Le-ben für einander, das Band, das sie verknüpft und