Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

Giebt es Ähnlichkeit im Gange der Natur, die dieseHoffnung bestärken?

Ja-

Beim Schlafe?

Dir Seele wirkt fortwährend, der Körper ruht;der Schlaf erneuet die Kräfte, verjüngt, machtneues Leben.

Bei der Saat?

Die Frucht steigt aus der Verwesung hervor«nd zwar neu, jung, vielfältig.

Bei der Verjüngung lebendiger Geschöpfe ?

Ja, wie beim Schmetterlinge.

Gebraucht das Christenthum alle diese Ähnlichkeitenund Bilder?

Ja; Schlaf und Erwachen , Saat und Früh-ling; Palingenesie, Verjüngung.

Kann unser Körper in jene Welt übergehen?

Nein, weil er nur für die Elemente dieserWelt aus ihnen auf eine bestimmte Periode seinerWirksamkeit zusammengesetzt ist.

Unsre Sinnlichkeit, Phantasie, Affekten?

Auch nicht; denn sie gehören zu diesem Körper.Was geht über?

Der Geist.

Was erwacht dort?

Unser Bewußtseyn.

Was belohnt sich?

Das Gute, das wir hier geliebt und gethan haben