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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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264
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364 Christliche Reden

Die Borbitre?

Es macht das Gemüth mitleidig und wohl-1 hat ig.

Die Danksagung?

ES crsreuet das-Herz, und macht, daß derMensch in der Erinnerung das Gute noch einmalgenießt. Es bereitet also das Gemüth in der Erin-nerung an Andere, Freunde und Feinde, aus,macht uns theilnehmcnd, dankbar, grvßmüthig,mitfühlend.

Gilt der Einwurf, Laß Gott auch ohne unser Gebetalles wisse?

Er gilt nicht, weil wir nicht um Gottes,sondern um unsertwillen beten.

Verrückt das Gebet Gottes Plane? Kann, so« unddarf es solche verrücken? ,

Nein; auch unser Gebet sah Gott vorher; ergicbt uns nur das Beste und versagt uns Bitten,die uns zum Schaden gereichten.

Sollen wir anmaßend, dürfen wir sündlich bitten?

Nein, weil wir zu Gott beten, also mit Un-terwerfung unfcrs Willens unter den seinigen.Sündliches wird nur ein Frecher und SchaamloserGott vortragen. ,

Wovon ist das Gebet ein Spiegel?

Von der Seele des Menschen.

Wovon ein Spiegel das Gebet Christi?

Von dem reinen Gemüthc Christi.