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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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257
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und Homilien. 2Z7

diesen die Hoffnung eines künftigen Geschlechtsliegt; weil von ihrer Erziehung ihr ganzes künfti-ges Leben und Glück abhangt; sie sind der Liebeder Menschheit übergeben.

Soll dadurch Trägheit, Betrug, Partheisucht u. s. fterhallen, befördert und vermehrt werden?

Wo Liebe in den Menschen herrscht, da istweder Trägheit noch Betrug, noch Partheisucht.Auch Güte und Wohlthäligkeit sollen nicht ohneVerstand wirken. Almosen sollen nicht die Träg-heit, Lüge, Schmeichelei nähren, sondern die Ge-schäftigkeit der Menschen erwecken, den Fleiß unter-stützen, gute Talente brauchbar machen, u. s. f.

Wessen Werkzeuge sollen wir vielmehr seyn? in welchenPlan sollen wir auch gutmülhig forlwirken?

Gottes Werkzeuge sollen wir seyn und in sei-nem Plane fortwicken, das ist, das Gute zu be-fördern, und da dieser Plan die Wirksamkeitund das frohe Da seyn seiner Geschöpfe zumZwecke hat, so wirken Menschen in seinem Plane,wenn sie Regsamkeit, Ausbildung und Anwendungmenschlicher Kräfte und dadurch Freude und Genußbefördern.

Wie verewigen wir uns am besten und wirken fort-lebend ?

Wenn wir in der menschlichen Gesellschaft Gu-te« stiften und zwar ein Gutes, das lebend fort-wirkt durch andre Menschen; nicht das todt dastehet.Einrichtungen, Anstalten, Stiftungen, unser Vorbild,Erziehung der Menschen wirken lebendig durchAndre weiter.

Herders Werke r> Rel. u. Theos. IV» R