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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

des bei tyrannischer Herrschaft ungereimter, schädli-cher Meinungen der Menschen, aus welcher sichendlich ein gesunder menschlicher Verstand emporhcb,welcher stark genug war, sich davon loszureisscn.

War er gerecht?

Der Protestantismus war gerecht. Er prote-stirte gegen die Ungerechtigkeiten und verderblichenGräuel der damaligen katholischen Kirche, z B. Jn-dulgenzen, Fegfeuec, Seclmessen, Lhrenbeichte, ge-gen äußere Werkheiligkeit des Gottesdienstes , Auto-rität des Papstes und der Kirche, Verfolgung rc.

Worauf ging er hinaus?

Er wollte die Menschen von der Unterdrückungihres Gewissens und die reine christliche Religionvon ihren hinzugekommenen Jrrthümern befreien.

Wogegen protestiren wir?

Gegen die unvernünftige Bindung des Gewis-sens und des Verstandes und gegen die menschlicheAutorität in Sachen unsers Gewissens, also gegenallen Gewissenszwang.

Wie sehen wir die Schrift an?

Als die reine Quelle des ChristenthumS undals das Wort Gottes, das man mit eigner Ueber-zeugung und Gewissenhaftigkeit lesen und verstehenmüsse, über welche also kein Richter des Glaubenssey.

Worauf gründet sich unsre Religion?

Auf den Willen Gottes, den uns die Gesetzeder gesammten und menschlichen Natur kund thun,