mag, schreiten wir zn der heiligen symbolischenHandlung, die alle unsre Wünsche zum Gebetevereinigt.
Im Namen dieses neugebornen Kindes soll einBund der Treue und des guten Gewissens mit demunsichtbaren Wesen geschlossen werden, das der Ur-heber seines Lebens, der Regierer und Herr seinesSchicksals ist, so wie einst der innigste Aufseherund Löhner seiner Tugenden und Verdienste seynwird. Es erinnert uns dieser Bund an die edel-ste Würde des Menschen, eine sich selbst bestim-mende moralische Freiheit, nach der wir daS Bosezn fliehen, das Gute, aus freiem Entschlüsse, oftauch mit Mühe und Gefahr, zu wählen vermögen;er erinnert uns auch an den schönsten Siegespre.isdieser Freiheit, nemlich ein gutes Gewissen vorGott und Menschen, das unersetzliche und uner-kaufbare Gefühl der innern -Rechtschaffenheit, Ver-nunft und sittlichen Würde. Gebe Gott unsermgeliebten Täuflinge dies reine Herz, diestapfre Gemüth, diesen guten gewissen Blick undGeist zum Führer des Lebens. Er verwerfe ihnnie von seinem Angesichte, und nehme seinen heili-gen Geist nie von ihm. Er erfreue ihn stets mitseiner Hülfe, und sein freudiger Geist halte ihnstandhaft und muthig empor. In liefen Gesinnun-gen beginnen wir, gnädigste Taufzeugen,' unsreheilige Handlung.
Nach der Taufe.
Und so schließen wir denn den zum Bundeder Religion und Moralität eingeweihten Prinzen