rer Zufriedenheit, Ihrer Ehre und Ihres Glücksseyn wird. Ein gesunder, blühender Zweig stehenSie hier, versprechend der Nachwelt nützliche Früchte.Nicht allen Fürstcnkindern, liebster Prinz,ward das Glück, an ihre Kindheit und Jugend soreuclos, froh und unbefangen denken zu können.Ihr gutmüthigcr Charakter beleidigte niemand,Ihre Bescheidenheit stieß niemand von sich; Siekönnen wahrscheinlich sagen, daß Sie keinen Feindin der menschlichen Gesellschaft haben, wenigstensdaß Sie sich denselben nicht wissentlich machten.Der heutige Tag ist Ihnen also ein Tag des Danks;des Danks an Gott, daß er Ihnen diese Eltern,diese Gesundheit, diese Gelegenheit zu Erlangungguter Kenntnisse und Uebungen, und in Ihnenselbst diese Anlage zu mancherlei künftigem Guten,einen geraden Sinn für die Wahrheit, Gefühl fürSittlichkeit und Pflicht, gutmüthige Offenheit undBescheidenheit gab. Ein Tag des Danks gegen Ih-re Eltern, unter deren nicht drückender, sondernmilder Aufsicht die Pflanze gedeihen konnte. Sieverehren einen Varer, an dessen Thatigkcit undvielumfassendem, schnell übersehendem, richtig schei-dendem Geiste, so wie an Seinem Ruhm und anseinem Fortgang-liebcndcn Charakter Sie ein auf-munterndcs Vorbild haben. Sie verehren eineMutter, deren Vorsorge sich Ihrer Jugend an-nahm, die Ihnen keine als edle und gute Gesin-nungen nicht nur in Worten gab, sondern auch inIhrem Beispiele zeigte, auch JugendfehlerIhnen nicht verschwieg, sondern theilnehmend, alsob Sie in Ihnen lebte, Ihr Schutzgeist war,Sie ausmunternd, Sie leitend. Nicht jedem Für«
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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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205
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