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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
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Gnädigster Herrl

IDie sind hier vor Gott, vor Ihren Eltern unddieser Versammlung, um von Ihrer Ueberzeugungin dem, was Ihnen Religion sey, d. i. von Ih-ren wesentlichen Verhältnissen und daraus entsprin-genden Pflichten Rechenschaft zu geben. Sie selbstsind Zeuge, daß, nach dem von Ihrem Lehrer ge-nossenen treuen und guten Unterricht, bei der Zu-bereitung zu dieser Handlung Ihre eigne Ucbcrzeu-gung gewissenhaft und geflissentlich zum Grunde ge-legt worden. Sie haben kein Glaubensbekenntnißauswendig gelernt, das als Formular jetzt hcrzusa-gcn sey; keine Wahrheit ist Ihnen imponicend,auf bloßes Ansehen gebaut, als ein Joch aufgelegtworden. Aus Unterredungen haben Sie selbst dieSätze gezogen und niedergeschkieben, die Sic alsResultate der Wahrheit anerkannten; Sie selbsthaben die Fragen, die Ihnen über Ihre Pflich-ten vorgelegl wurden, schriftlich, d. i. gefaßt undnach eigner Ueberlegung beantwortet. Keine andereals diese ist die Zubereitung zu dieser Handlung ge-wesen, damit es eine freie, vernünftige Handlung,würdig des Namens der Religion, einem erwachse»nen Prinzen anständig, seyn möchte. Eine solch»Unterredung soll jetzt öffentlich Vorgehen. Sie ant-worten aus eigner Ueberzeugung, wie Ihnen dtt