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Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
Entstehung
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der Humanität.

Naturgeschöpfen ein eignes Reich ausmacht, aufandre Reiche bauend, in andre hineingreifend: sodas Menschengeschlecht Mit dem besonderer und höch-sten Abzeichen- daß die Glückseligkeit Aller von denBestrebungen Aller abhangt und in ihm bei der grö-ssten Verschiedenheit in dieser sehr erhabnenEinheit allein statt finde. Wir können nicht

glücklich oder ganz würdig und Moralisch-gUt seyn,so lange z. B. Ein Sklave durch Schuld der Men-schen unglücklich ist: denn die Laster und böseGewohnheiten, die ihn unglücklich machen- wirkenauch auf uns oder kommen von uns her. Die An-maaßung - der Geiz, die Weichlichkeit, die alleWemheile betrügt und verwüstet, haben ihren Sitzbei und in unsf es ist dieselbe Herzlosigkeit,die Europa wie Amerika unter dem Joch halt. Da-gegen auch jede gute Empfindung und Uebung einesMenschen auf alle Weltthcile wirket. Die Ten-denz der Menschennatur fasset ein Univer-sum iN sich, dessen Aufschrift ist:Keiner fürsich allein- jeder für Alle; so seyd ihr alle eucheinander werth und glücklich." Eine unendlicheVerschiedenheit, zu einer Einheit strebend, die inallen liegt, die alle fördert. Sie heißt, (ich willsimmer wiederholen,) Verstand- Billigkeit, Güte,Gefühl der Menschheit.

Herders Werke z. Phil, u. Gesch. Xl. Ec -tllvaetea. HK