Der Frevler drücktest du je dich ein.
Die Augen, die von Blute strömen, bliebenUns fremd; dem zügellosen Sieger eiltestDu nimmer nach. Wir gingen sanfte Wege,
Jetzt, wenn die Sonn' im Abendmeer ersank,
Jetzt in den Schatten der friedselgcn Nacht,
Der Ruhegeberin, der Reichen, dieUns ihre Schatz' am weiten Himmel zeigt,
Und nieden uns der Freuden schönste schenket.
Dann sagte leise mir der Mond ins Ohr:
„Sohn der Aöscha, geh zu deiner Treuen,
Sie wartet deiner, lieblicher als ich." —
Die Wege gingen wir; nicht jene, denenDu strenge jetzt unwillig dich entziehst.
Ich folge deinem Rath. Gehabt euch wohl,
Ihr Helden jetzt Lurch Mord und Lodschlag! — MögenDie Löwen eure Siege brüllen! wetzeDer Lyger seine Klauen dazu; es singenErschlagne Heere drein, und Drachen zischenAus Wüsteneien zerstörter Wohnungen. —
„Du stiller Mond, den sie mit MordgeschrelErschrecken, scheine nicht auf sie; und nieUmfange sie mit deinem sanften Arm,
Die sie verscheuchen, du sriedselge Nacht."