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Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
Entstehung
Seite
14
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„Dom Sextus lernte ich Wohlwollen; ichempfing das Muster einer väterlichen Hausverwal-tung, und den Sinn, nach der Natur-411 leben.Ich lernte, ernst feyn ohne Steifheit, mich inFreunde schicken ohne Laune, Unwissende und vomWahn Geleitete dulden. An ihm sah ich, was Ge-fälligkeit gegen Jedermann sey: denn sein Umgang

war angenehmer als alle Schmeichelei, und dochblieb er zu eben der Zeit bei allen in Achtung."

„Von meinem Bruder Severus lernte ich Ver-wandte, Recht und Wahrheit lieben. Durch ihnlernte ich einen T h r a se a , Helvidius, Cato,Dion und Brutus kennen: ich empfing dieIdee eines Staats, der nach gleichen Gesetzen undRechten verwaltet wird, einer Regierung, die derFreiheit ihrer Untcrthanen die höchste Achtung er-weiset. Von ihm lernte ich standhaft und ohneScheu die Philosophie hochschätzen, gutthätig feynauf die beste reichste Weise, jederzeit das Beste hof-fen, und auf die Liebe der Freunde trauen; es ih-nen gestehen, worin man mit ihnen unzufrieden sey;was man wolle oder nicht wolle, sie nicht erreichenlassen, sondern es ihnen klar sagen."

„Haben wir den Verstand mit einander gemein,so ist uns auch die Vernunft gemein, durch die wirvernünftig sind. Ist dieses: so ist uns auch dieVernunft gemein, die vorschreibt, was wir zu thunund nicht zu thun haben. Ist dies, so haben wirauch ein gemeinschaftliches Gesetz. Ist das, so sindwir Bürger und nehmen an Einem gemeinschaftli-chen Staate Thcil. Dieser Staat ist die Welt:denn was für einen andern Staat könnte jemand