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Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
Entstehung
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den. Wir bringen ihn nicht fertig auf die Weltmit; auf der Welt aber soll er das Ziel unsresBestrebens, die Summe unsrer Uebungen, unserWerth seyn: denn eine An gell tat im Men-

schen kennen wir nicht, und wenn der Dämon,der uns regiert, kein humaner Dämon ist, werdenwir Plagegeister der Menschen. Das Göttlichein unserm Geschlecht ist also Bildung zur Hu-manität; alle großen und guten Menschen, Ge-setzgeber, Erfinder, Philosophen, Dichter, Künstler,jeder edle Mensch in seinem Stande, bei der Er-ziehung seiner Kinder, bei der Beobachtung seinerPflichten, durch Beispiel / Werk, Institut und Leh-re hat dazu mitgeholfcn. Humanität ist der Schatzund die Ausbeute aller menschlichen Bemühungen,gleichsam die Kunst unsres Geschlecktes.Die Bildung zu ihr ist ein Werk, das unablässigfortgesetzt werden muß; oder wir sinken, höhereund niedere Stände, zur rohen Lhierheit, zur Bru-talität zurück.

Sollte das Wort Humanität also unsre Spra-che verunzieren? Alle gebildete Nationen haben esin ihre Mundart ausgenommen; und wenn unsreBriefe einem Fremden in die Hand kämen, müßtensie ihm wenigstens unverfänglich scheinend dennBriefe zw Beförderung der Brutali-t a t wird doch kein Ehrliebender Mensch wollen ge-schrieben haben.