4oo VI. Wissenschaftliche Ereignisse u, Charaktere
bauete, mit Verstand und Sinne geord-nete Welt, kein aus dem Chaos mittelst blinderTriebe zur Wahlordnung entsprungenes, Gedan-kenleeres Wettganze. Eben deshalb ist NewtonsSystem nur als G ed a nke n b i l d, Nachbild einesschaffenden Geistes so schön, ja man darf sagengöttlich. Wäre kein Cirkel, keine Kugel, keinRektangul mit seiner Diagonale physisch in der Weltda; als Zeichnungen des Verstandes sindsie mit allen ihren Eigenschaften und Folgen in ver-schönen Fülle ihrer Wahrheit und Nothwendigkcitdem Verstände gegenwärtig. So Newtons Weltall:denn ein einfacheres und an schönen Folgen reicheresGesetz kann sich der menschliche Geist zur Erhaltungdes Weltganzcn nicht denken, als das Gesetz dieserbeyden einander beschränkenden Kräfte. Es ist wiekr — a da; nicht mehr und nicht minder.
Und wenn durch dies Gesetz die schönen E l-lypsen entstehen, in welchen die Planeten um dieSonne, die Monde um ihre Planeten wandeln;wenn nach ihm die Gestalt der Gestirne, derS o nn e n ä q u a tor wird, auf welchen sie sich be-wegen, und wechselnde Jahreszeiten; wenn Planeten,Monde, die Sonne selbst dadurch bewohnbar, undden ungezählten Kometen zu allen Seiten hinausund hinab ihre freye parabolische Bahn wird, wo-durch die Störungen der Wellkörper gegen einandervernichtet oder kompensirt und aufgehoben werden;wer wird diese Denkgestalten der messenden, wägen-den Göttin, den Grund aller Schönheit und Drd-nung der Weltgestalten, nicht lieben, nicht ehren?
Machte man dagegen die schwerfälligen Namen,Schwere, Anziehung, Centripedal- und
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