3g4 VI. Wissenschaftliche Ereignisse und Charaktere
im Jahr i63o vor Hunger und Kummer, seinenlangst verdienten Unterkalt elend erbettelnd. Großer,guter, armer, frommer, gedrückter , verfolgterKeppler , du lebtest in Deutschlan d.
Zu Einer Zeit stehen Keppler und Galilaials Märtyrer der reinsten Wahrheit da, beyde aufnational-verlchiedne Weise. Gebrochen war indeßdie Bahn; Zahl, Maas und Gewicht derWeltkörper beschäftigte die fleißigsten Forscher, dieunermüdsten Geister der inzwischen entstandnen P a-riser und Londner Akademicen. Cassini,Huygens, Wallis, Wren, Flamsteedu. f. setzten ihre Berechnungen der Bewegung, ihreBeobachtungen der Sterne und Welrkrafte fort; dasiel dann vom Monde herab der Apfel der Gelieb-ten, dem Geliebten in den Schoos. Newton sprachein gnugsam vorbereitetes Gesetz aus, das dem gan-zen Jahrhundert blieb, und es noch künftigen Jahr-hunderten seyn wird:
Isaak Newtons Gesetz der Schwere.
Sir Isaak, wie ihn seine Landsleute aus-zeichnend nennen, kam auf einer glücklichen Stellezur Welt, das Maas aussprechen zu können, nachwelchem sich die Weltkörper bewegen: „Umgekehrtnach den Quadraten der Entfernungvon einander nimmt die Schwerkraft,Mit welcher Weltkörper auf Weltkör-perwiegen, ab; ein Gesetz, auf welches ihn,nach dem bekannten Mahrchen, der herabfallendeApfel wahrlich nicht bringen durfte. Ein junger Ma-thematiker, dessen ksllcnv und nachheriger ProfessorBa.rrow war, (ein in jedem Betracht achtungs-würdjgcr Name,) dessen erste Lesung Euklids,