Zgn VI. Wissenschaftliche Ereignisse und Charaktere
der Welt, in welcher Geist und Körper vereint,dieser ein Werkzeug und Ausdruck Jener,Jene ein Beweger, ein darstellender Prototyp diesesist, und sich durch jede augenblickliche Erfahrung alssolchen ankündigt, daß dies lebenvollc, wirksameSystem durch obiges schöne Gemahlde zweyer Wel-ten in seinem Innern und Innersten nicht gezeigt,mithin das Räthstl nicht aufgelöset werde, ist ebenso klar. Durch das Wort Harmonie wird keineBrücke zwischen Geist und Körper; die aus sich spin-nenden Einheiten, so unzerstörlich sie seyn mö-gen, bleiben uns mathematische Zeichen, unseren täg-lichen Jnnewerden so fern, daß sich schwerlich Je-mand seiner Monas erfreuen möchte. Alle fühlenwir, daß das Unermeßne unsrer Seele vom Uner-meßnen unsers Körpers, und was durch ihn zu unsgehöret,) bestimmet werde, daß bey der HellestenFreyheit und Wirksamkeit wir in einer A b häng ig-kcit von der Welt seyn, die von unsrer Empfang-niß bis zum letzten Hauch unsres Lebens wahret.Uns diesem Gefühl zu entreißen, uns mit dem Na-men Harmonie zu theilen, und damit in zweyWelten gesetzt zu werden, die nur in ihrem Urheberund Künstler zusammenhangen, widerstreitet dem eimfachen Gefühl jeder Erfahrung. Fast wird dadurchmeine Seele mir so fremde als mein Körper, unddie Welk, das niedliche Kunstwerk, wo, wie in ei-nem Schatzkästchen nach Regeln der Konvenienz al-les geordnet ist, was sich hineinschickte, wirdam Ende doch kleinlich. Der Künstler hat Einmalgeordnet; ergötzt er sich ewig nun am Anschauen sei-nes Kunstwerks? Er hat die Geister ausgestrahlet,und regieret sie durch Gesetze; wird diese Regierung