383 VI. Wissenschaftliche Ereignisse und Charaktere
s. D i e e r ste P h i l o so p h i e.
So nannte Leibnitz die Logik und Metaphysiknach Bako's Muster: und fühlbar ists, daß erüber Gegenstände, die dahin gehören, am liebstenschrieb. Es war fein frühester jugendlicher Plan,Plato und Aristoteles, ja alle Metaphysiker der Vor-welt zu vereinigen, und eine pereuntren de Phi-losophie zu pflanzen. Das Jahrhundert hinabhat seine Philosophie in Deutschland geblühet; an-dre Lander, zumal England, nahmen sie sd willignicht auf, aus Gründen, die in jener Nation so-wohl als in ihr selbst liegen.
Für die Vernunftlehre, z. B. entwarf Leibnitzeine Ideenc harte, die er mit dunkeln, Hellen,deutlichen, hoch-lichten Farben, gleichsam illumi-nirle. In der Wolfisch-BaumgartschenSchule ist sie die Mustercharte worden, an die mannachher die trefflichsten Bemerkungen gereihet hat,indem man sie auch auf Moral und Künste anwand-te; so wie dann Leibnitz selbst in seinem V ersuchüber den menschlichen Verstand mit denvielseitigen Anwendungen dieser Grade der Jdeen-klarheit vorangegangen war. AufLocke's, Hut-chinson's , H a r t l ei' s Spuren verfolgten dieBritannier andre Wege; was sie darauf fanden,dürfen wir anwenden, wie Lcibnitz anwandte, wasfür ihn diente. So hoch er die Künste des Syllo-gismus anschlug, so war ihm dieser doch nicht Zweck,sondern -Mittel zum Zweck reingefaßter, bestimmter,Heller Ideen; eine Art R e ch en sc h u le.