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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
Seite
381
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des vergangenen Jahrhunderts. 38,

Es ist wohl kein Minister, der dem Kaiserjetzt proponiren möchte, *) auf die Succession inSpanien und beydcn Indien seine Ansprüche aufzu-geben; die Seemächte und so viel andre haben dabcyihr Latein verlohren. So giebt es öfters Fatali-täten, die die Menschen hindern, glücklich zu seyn.Die Hoffnung, Spaniens Monarchie ans HausFrankreich zu bringen, ist die Quelle von fünfzig-jährigen Kriegen gewesen; es steht zu befürchten, daßdie Hoffnung, jene davon wegzubringen, noch andrefünfzig Jahre die Ruhe Europa's störe. Hülfe mandem Kaiser, die Türken aus Europa zu ja-gen, so wäre dies vielleicht ein Mittel; aber auchdies hätte seine große Schwierigkeiten. "

Noch andre Bemerkungen schrieb Leibnitz überdies Projekt eines ewigen Friedens. **) An Gri-ll, are st z. B.:ich erinnere mich hiebey der De-vise eines Kirchhofs: xax xerxetua- denn die Tob-ten schlagen sich nicht. Die Lebendigen aber sindvon einem andern Humor, zumal die Mächtigsten;die respectiren k e i ne Tr i b un ä le. Manmüßte diese Herren gutbürgerlich in die Bank desTribunals, Eaution machen, und gerichtlich de-poniren lassen, z. B. einen König von Frankreichroo Millionen Thaler, einen König von Großbri-tannien nach Verhaltniß, daß, falls sie sich demSpruch des Tribunals widersetzten, dieser mit ih-rem eignen Eelde exekutiv vollstreckt werden könnte."

*) Dieser Brief ist 17,4 geschrieben.

**) Deibn. Opp. omn. benevae D, V, p. 56 .