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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
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35^ V- Die Großen

nicht dcm vcrfolgend-frechcn Dogmatismus einer da-mals schon absterbendcn Sterevd o pie, die Lutherselbst zuerst würde verachtet haben, standhaft dieWaage? Sie hat die Theologie nicht weiter ge-bracht, sie aber mehr zur Anwendung gclenket; undhat nicht neben ihr in Halle die bessere Philo-logie, eine richtigere Kenntniß der Quellen undUrsprachen, die im Verfolg der Zeiten dem Reli-gionswesen allein eine hellere Ansicht gewahren konn-te, zuerst Wurzel geschlagen? Der einzige C. B.Michaelis nebst seinem Bruder I. H. Michae-lis leisteten hierin im Stillen mehr, als die Earp-zove, Maye, Pfeifer mit ihren dogmatischenKritiken. Was Kennikot in Mitte des Jahrhundertsdurch fremde Augen und Hände mit Geräusch be-gann , hatten sie im Anfänge des Jahrhunderts mitstillem Fleiß angefangen, und auf mancherlei) Weifezum rechten Anblick der heiligen Schriften Wege ge-bahnct.

Wie eitel der Kanzler Lud ewig im histori-schen Staatsrecht Manches behauptete, wie unvorsich-tig Thomasius und Gundling (so sagten dieGegner) mit Manchem hcrvortraten; ihre, zumalThomasius große Verdienste um Rechtspflege, Philo-sophie des Rechtes, Geschichte u. f. sind unverkenn-bar. In Felder, auf denen man sonst nicht ebenselbst zu denken gewohnt war, brachte Er eigne Aus-sichten , und erweckte dadurch anderer freye Gedan-ken. In seiner Art war Thomasius ein Luther,wenn gleich nicht mit Luthers Würde und Reinheit,woran seine Lage Schuld war. Neben und nachihm wurden Stryck, Just Henning, Böh-