V. Die Großen
3 ., 8
Hunderts entstanden mehrere neue Kronen, Sardinien, Sicilien; mit dem Ende desselben ist ein Kö-nigreich Etrurien ernannt worden ; hat bey einer der-selben das Glück-wünschende Aufjauchzen auch frem-der Länder statt gefunden, als im Anfänge des Jahr-hunderts bey der Krone Preußen? Nichts ist ohneGrund; hievon lag der Grund in der Gestalt desnördlichen Europa.
r. Dem Charakter der nordischen, d, i. Go-thisch-Dcutfchen Völker gemäß, betrachtete man dieRegentschaft der Länder, und was zu ihr gehört,weit mehr persönlich, als in den südlichen Mo-narchieen. In diesen hing alles dem Reiche selbstund seinen Pairs an; der größeste Monarch warder, der viele Kronen besaß, Welten, in denen dieSonne, wenn es ihr beliebte, auf- und untergehenkonnte; Er selbst, der hohe Gipfel, verschwand bey-nah über diesem weit - 'und breikschichtigcn Unterge-baude. In Norden wars anders. Heerführer hat-ten diese Länder erobert; Heerführer verwalteten undbeschützten sie persönlich. Könige von Dänemark undSchweden foderten cinand.r heraus, sagten sich einan-der in Briefen die Wahrheit; daher man einen gros-sen Thcil der nordischen Geschichte wie einen Käm-st ferro man liefet. So erschien Gustav Adolph inDeutschland, so handelten Karl Gustav, Karl derEilste und Zwölfte; in Polen Sobicski u. a. Ineinem höheren Grad betrachtete man in Norden denRegenten als Haushalter seiner Staaten persön-lich.
Im Hause Brandenburg waren, vom Burg-grafen Friedrich an, Männer gewesen, die ihrem