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III. Großbritannien
ten veranlaßt. In beyden Stücken traf man aufdie Quelle mancher Jrrthümer, und so ward derArzt Locke wirklich auch ein Arzt des menschlichenVerstandes.
Denn hangen nicht unsre abstrakteste Gedankenan Worten? Sind diese schlecht erfunden, bezeich-nen sie halb oder gar nicht, was man durch sie be-zeichnen wollte; oder verstehet man sie unrecht undglaubt an Worten Sachen zu haben, da sie dochnur Zeichen der Sachen oder unsrer Gedankenvon ihnen sind; in welcher Ode irret der Verstandumher! Bald ein Verführter, bald ein Verführer.
Und was die Verbindung unsrer Begriffe be-trifft; wie sonderbar verbinden manche Menschen!Associationen, die man kaum in Traumen erwartet.
Dem ScholasticismuS der Schule von Jugendan feind, wollte Locke sein Buch auch nicht einmalin eine Schulform der Logik und Metaphysikgebracht wissen: denn eben diese hielt er für „kein
geringes Hindernis der Wissenschaft selbst;" dasDisputiren darüber erklärte er für „den übelstenWeg zur Erkenntnis*);" ohngefahr wie HeinrichWotton auf seinem Leichensteine das Disputir-Jucken die Kratze der Kirche nannte **).
*) Brief an Wilhelm Molineu x.
**) Der berühmte Ritter und Gesandte unter Elisa-beth und Jakob I., der als Probst des Eton-Kollegiums starb. Seine Grabschrist ist: