unter Wilhelm und Anna. 149
ser! Verstehen sie die Sprache St. Albans undsind Eins mit ihr, so werden sie nach S t. A l-bans, wo nicht, nach I hrer Weise dem Herrndienen. Eine befehlende oder wie man sie lä-sternd nennt, eine herrschende Kirche ist einv 0 r sc h r ey c n d er Ton in einem schadhaften Orgel-werk, der immer v 0 r - u n d m i th e u le t. DieDominante in der Musik ist dadurch Dominan-te, daß sie andre Töne halt und traget. Einedominante Religion ist die erleuchtetste, diew 0 h l th ä tig s t e, die allen dient, die alle lieben;jedes Pfaffcnthum, das drückt und wcgstößt, istDespotismus. Verfolgt es sogar, so ist der an-maßende Knecht — das schlechteste, was man werdenkann — im Namen Gottes Ankläger, Zeuge, Rich-ter, Büttel und Henker.
4. „Wenn aber meine Mitbrüder nicht aufdierechte Art dem Herrn dienen." So laß sie ihmlinks dienen. Will er anders bedient seyn; der gü-tige Herr wird cs sie wissen lassen ; Du, zeige ihnen ,wie du ihm rechts dienest. Vielleicht nehmen sie d e i-n e Weise an; wo nicht, so laß ihnen die Ihre. Siesollen und wollen in ihrer Weise dem Herrn dienen.
5 . „Wenn sie sich aber sogar im Lehrbegriffirrten?" So erkläre ihnen diesen und sie werden dei-ne bessern Begriffe annehmen; wo nicht, saß Ihnendie Ihren. Von seinen Worten und Begriffen istdoch wohl jeder Mensch so gut ein Herr, als von sei-nen Augen und Ohren. Diese verstümmeln, die Zun-ge ihm ausschneiden kannst du, nicht aber dem Ohr ge-bieten, daß cs nach Deiner Weise höre, der Zun-ge gebieten, daß sie ohn' Ucb.rzeugung auf Deine