unter Wilhelm und Anna. »4S
herabgekommen, die Englische Kirche rühmet, dazuLiebesgaben waren cs ohne Zwei-
fel, von welchen angetrieben, Heinrich VIII.,Beschützer des katholischen Glaubens, der gegen Lu-ther so heftig schrieb und sich der Sache des Pa p stsso ernst annahm, auf einmal sich selbst zum Papstund Haupt der Kirche in England machte; „KraftWelches er alle geistliche Sachen hören und ent-scheiden, Jrrthümer, Ketzereyen und Mißbraucheabschaffen, überhaupt aber alle solche Dinge,zu deren Ausführung ein kirchliches Ansehen erfor-dert würde, aus führen wollte." Das Parla-ment bestätigte diese Vorzüge und knüpfte sie andie Krone von England. Der Eid der Oberherr-schaft (Luxvsinac)'), in welchem man bekennenmußte, „daß der König Unmittelbar unter dem all-mächtigen Gott das höchste Haupt der EnglischenKirche sey" *) ward cingeführt, und mit der Schluß-formel „ So wahr mir Gott und alle Heilige hel-fen!" besiegelt. Elisa beth wurde statt des ober-sten Haupts der oberste Gouverneur derKirche **); schwören mußte Jedermann, „alle Ju-risdiction, Freyheiten und Vorzüge, sie möchten„seyn, welche sie wollten, die dem Könige eingcräumt„oder mit der Rcichskrone verbunden worden, aus„allen Kräften zu beschützen und zu vertheidigcn."Der weibliche Gouverneur wußte sich mit der Gewalt,
E *) Unclsr Xlmight^ Oeill tc> tw ilis
cliisl Lnll supieme Hssll ul clle Llluicll okLnglsnll.
**) Luprettis Oovernoirr ot tke LI>n> eil ok klnZlancl.Herders Werke z. Phil, u, Gesch. IX. K .t-i-a-tc» I.