i2 ll. Erläuterungen
ben Spaziergang und fand unglücklicher Weise dieSchildwache wieder, wie sic vorhin gestellt gewesenwar. „Wer hat sie so gestellt?" fragte er denHauptmann. ,,iVlr. äu Konvois ," sagte der Ea-pitan; eben ging er der Wache vorbey." „SagtetIhr ihm nicht, daß Ich sie so gestellt hatte?"„Ja wohl, Sire!" Der König wandte sich zu sei-nem Gefolg: „Ist das nicht Louvois mutier? Erhalt sich für einen großen Kricgsmann; er weißAlles!" Damit stellte er Hauptmann und Wache
wie des Morgens. Noch nach Louvois Tode ver-
gaß ihm Ludwig nicht die Geschichte.
Seitdem vermehrte sich des Königs Entfer-nung von Louvois; und er, dieser von sich so sehreingenommene Minister, der sich für ganz unent-behrlich hielt, sing an zu fürchten. Einmal als erdie Marechallc von Nochcfert spazieren fuhr, hörteman ihn im tiefen Selbstgefühl zu sich reden:„Sollte er wohl? Sollte man ihn wohl dazu ver-mögen ? Aber nein! das wagt er nicht! u. f." —Mutter und Tochter stießen einander an; indeß gin-gen die Pferde fort, und die Mareschalle mußteihm in die Zügel greifen, sonst hatte er sie alle er-tränket.
Louvoi's Tod.
„Um vier Uhr nach Mittag hörte ich bey derK'lucksms cls LUatsarmuuck, daß Louvois sich beu